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Was kostet ein Steuerberater in Wien? Ehrliche Antworten für 2026
Steuerberater-Kosten in Wien 2026: warum es keine Preisliste gibt, was dein Honorar bestimmt und warum du deinen Preis kennst, bevor du zusagst.
Von Sarah Gössinger, MA
Die ehrliche Antwort steht am Anfang, nicht am Ende: Es kommt darauf an. Das klingt nach Ausrede, ist aber der Kern der Sache. Für Steuerberatung gibt es in Österreich keine Gebührenordnung. Kein amtlicher Tarif, keine Preisliste, an der du dich entlanghangeln kannst. Jedes Honorar wird frei vereinbart.
Das ist zuerst unbequem, weil dir der Anker fehlt. Es hat aber einen Vorteil, den keine Tabelle hätte: Dein Preis richtet sich nach deinem Betrieb. Einen Durchschnitt, an dem er hängen könnte, gibt es in der Praxis ohnehin nicht.
Eine Preisliste würde für die meisten falsch liegen
Nimm zwei Betriebe mit demselben Jahresumsatz. Der eine schickt eine Handvoll Belege im Monat, sauber eingescannt, alles digital. Der andere reicht am Monatsende einen Ordner nach, halb Papier, halb Handyfotos, dazu Bargeschäfte, mehrere Konten und eine ganze Belegschaft. Gleiche Zahl unter dem Strich, völlig verschiedener Aufwand dahinter.
Eine Pauschalliste müsste einen von beiden treffen und den anderen verfehlen. Deshalb legen wir dir keine Liste vor. Wir zeigen dir offen, was den Preis wirklich bewegt. Wer online nach einer festen Zahl sucht, findet höchstens Werte, die für den eigenen Betrieb selten stimmen. Sinnvoller ist die Frage dahinter: Welche Arbeit steckt in meinem Fall, und wie wird sie abgerechnet?
Fünf Dinge bewegen dein Honorar
Da ist zum einen, wie viel bei dir zusammenkommt: Rechnungen, Kontoauszüge, Kassenbelege, Monat für Monat. Dann deine Rechtsform, denn eine GmbH mit doppelter Buchhaltung und Bilanz verlangt mehr als ein Einzelunternehmen mit Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Die Lohnverrechnung rechnet sich pro Abrechnung, ein kleines Team ist ein anderer Posten als eine große Belegschaft.
Zwei Dinge hast du selbst in der Hand. Wer digital liefert statt in Papierform, spart uns Zeit und dir Geld. Und dein Beratungsbedarf entscheidet mit: Reicht dir die Pflicht, also Buchhaltung, Abschluss und Erklärungen, oder willst du unterjährig hochrechnen und planen?
Stunde, Pauschale, Paket
Meistens rechnen wir nach Stundensatz ab. Du zahlst die Zeit, die dein Fall tatsächlich braucht, und findest jede Stunde auf der Abrechnung wieder. Das ist der ehrlichste Weg: Eine Pauschale, die zu knapp kalkuliert ist, müssen wir früher oder später anheben, eine zu großzügige zahlst du unnötig mit. Nach Aufwand entfällt auch die Frage, was in einer Pauschale eigentlich alles inbegriffen ist.
Hat sich die Zusammenarbeit eingespielt und wird dein monatlicher Aufwand planbar, gießen wir wiederkehrende Arbeit in eine Pauschale, einen fixen Betrag mit fixem Umfang. In der Lohnverrechnung ist die Pauschale meist von Beginn an üblich, gerechnet je Dienstnehmer und Abrechnung; Sonderfragen kommen gesondert dazu. Klar umrissene Vorhaben wie den Jahresabschluss oder eine Gründung bündeln wir zu einem Paketpreis mit festem Termin.
Welcher Weg bei dir überwiegt, ergibt sich aus deinem Betrieb, nicht aus einer Vorabregel. Am Anfang steht fast immer die Abrechnung nach Aufwand; die Pauschale kommt, wenn sich eingespielt hat, was Monat für Monat zu tun ist. Über allen drei Wegen steht dasselbe Versprechen: nachvollziehbare Rechnungen, ohne Posten, die du nicht einordnen kannst.
Ein Teil kommt über die Steuer zurück
Das Honorar ist keine verlorene Ausgabe. Im Betrieb zählen Steuerberatungskosten als Betriebsausgaben, sie drücken deinen Gewinn. Privat setzt du sie als Sonderausgaben ab, ohne betragliche Obergrenze (§ 18 EStG, Stand 2026).
Den Preis kennst du, bevor du zusagst
Bei uns steht der Preis, bevor du dich bindest. Einen ersten Rahmen nennen wir dir schon am Telefon, wenn wir den Termin ausmachen. Nach dem Erstgespräch nehmen wir deinen Fall genau durch, kalkulieren ihn und legen dir ein schriftliches Angebot vor: welche Leistungen wir übernehmen, wie wir abrechnen und was es kostet. Du sagst erst zu, wenn dir das passt.
Nichts Verstecktes, keine böse Überraschung auf der ersten Honorarnote. Auf der Rechnung taucht nur auf, was vorher im Angebot stand. Kommt mitten im Jahr etwas Unerwartetes dazu, sprechen wir erst über den Aufwand, bevor wir loslegen.
So ist die Frage nach den Kosten am Ende leichter zu beantworten, als sie klingt. Nicht mit einer Zahl auf einer Website, sondern mit einem Angebot für deinen Fall. Welche Abrechnungsmodelle wir nutzen und was deinen Preis genau bestimmt, findest du auf der Seite zu den Kosten der Steuerberatung.